Chöre der Sankt Hedwigs-Kathedrale


Chor der Sankt Hedwigs-Kathedrale

Die Aufgabe des Chores ist die musikalische Gestaltung der Kathedral-Liturgie an den Sonn- und Feiertagen. 

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Jugendkathedralchor
Sankt Hedwig Berlin

Zurzeit singen etwa 40 Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 18 Jahren im Jugendkathedralchor der Sankt Hedwigs-Kathedrale. 

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Vorchor

Wir freuen uns auf neue junge Sängerinnen und Sänger! Interessierte Kinder sind mit ihren Eltern jederzeit willkommen in unsere Chorstunden „hineinzuschnuppern“.

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Choralschola

Die Choralschola widmet sich der Aufführung des Gregorianischen Chorals und übernimmt die musikalische Gestaltung der lateinischen Hochämter jeweils am 1. Sonntag im Monat. 

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Die Chöre an Sankt Hedwig sind die Chöre der Kathedrale des Erzbistums Berlin. Zentrale Aufgabe der Chöre ist die musikalische Gestaltung der Kathedral-Liturgie an den Sonn- und Feiertagen. Das Repertoire der Chöre reicht von altklassischer Vokalpolyphonie bis in die Moderne. 





Schwerpunkt des Chores der Sankt Hedwigs-Kathedrale sind die Messvertonungen der Klassik und Romantik. Regelmäßige Konzerte in der Kathedrale und an anderen Aufführungsorten, wie dem Konzerthaus Berlin und der Berliner Philharmonie ergänzen die musikalischen Aktivitäten der Chöre der Sankt Hedwigs-Kathedrale. 



TRADITION

Die Tradition der Chormusik an der Sankt Hedwigs-Kathedrale Berlin reicht bis in den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. In der Mitte des 20. Jahrhunderts erlebte die Kathedralmusik unter seinem Leiter Karl Forster (1934 bis 1963) eine Blüte, die den Chor weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt machte. Zahlreiche Einspielungen mit seiner Zeit großen Dirigenten belegen das hohe Niveau des Chores.

Heute gibt es ein reichhaltiges Chorleben an der Sankt Hedwigs-Kathedrale Berlin. Vier Chorgruppen gestalten die Kathedralmusik: der Chor der Sankt Hedwigs-Kathedrale (Erwachsenenchor), der Jugendkathedralchor, der Kammerchor und die Choralschola. Alle Ensembles und Orchester der Kathedrale stehen seit 2005 unter der Leitung von Domkapellmeister Harald Schmitt.

NACHWUCHSFÖRDERUNG

An der Sankt Hedwigs-Kathedrale ist die chorische Nachwuchsförderung von jeher - wie an vielen deutschen Kathedralkirchen - zentraler Bestandteil der kirchenmusikalischen Arbeit. So legen wir großen Wert auf die intensive musikalische Ausbildung unserer Jüngsten. In den Archiven der Sankt Hedwigs-Kathedrale wird ein Knabenchor erstmals im 19. Jahrhundert erwähnt. Karl Forster, Domkapellmeister an der Sankt Hedwigs-Kathedrale (1934 - 1963), belebte diese Tradition neu. 1980 gründete der damalige Domkapellmeister Michael Witt den Mädchenchor der Sankt Hedwigs-Kathedrale. Im August 2005 wurden beide Chöre vom dann ernannten neuen Domkapellmeister Harald Schmitt zum Knaben- und Mädchenchor vereint – im September 2013 erfolgte die Umstrukturierung zum neu geschaffenen Jugendkathedralchor.

EIN BLICK IN DIE GESCHICHTE

Der Chor der Sankt Hedwigs-Kathedrale Berlin ist der Hauptchor der römisch-katholischen Kathedralkirche des Erzbistums Berlin. Als erste katholische Kirche nach der Reformation wurde am 1. November 1773 in Berlin die Sankt Hedwigs-Kirche geweiht. Wie Unterlagen aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts belegen, existierte zu dieser Zeit bereits eine Choralschola sowie ein Chor aus Knaben- und Männerstimmen – wann daraus ein gemischter Chor entstand, ist nicht bekannt. Ende des 19. Jahrhunderts wird Rudolf Wecker, Königlicher Musikdirektor und Chordirigent, an St. Hedwig erwähnt. Dem Rang der Kirche entsprechend wurde später aus dem Propstei-Chor ein Chor der Basilika, mit der Gründung des Bistums 1930 entstand der Kathedralchor St. Hedwig.


Von 1934 bis 1963 war Karl Forster Domkapellmeister an der Sankt Hedwigs-Kathedrale. Unter seiner Leitung entwickelte der Chor eine in der damaligen Zeit einmalige Klangfarbe und Klangreinheit und wurde nicht nur durch seine kirchenmusikalischen Auftritte bald über die Grenzen der Stadt und des Landes hinaus bekannt. Zahlreiche Schallplattenaufnahmen unter Forster auf den Labeln Telefunken, Electrola und Decca zeugen von dieser Entwicklung. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges war der Kathedralchor der erste intakte Chor in Berlin, so dass er zwangsläufig zum musikalischen Kulturträger der Stadt wurde.


Die Zeitgeschichte prägte in Folge auch die Geschichte des Chores. Der Bau der Mauer 1961 trennte den Chor in Ost und West. Der Domkapellmeister und ein Großteil des Chores wirkte danach nur noch im westlichen Teil Berlins ohne seinen Stammsitz, die Kathedrale. In der Folgezeit arbeiteten Anton Lippe, Roland Bader und Dr. Alois Koch mit dem „Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin“. Im Ostteil der Stadt gelang es Michael Witt, ab 1975 aus dem stark dezimierten Restchor einen neuen „Domchor von St. Hedwig Berlin“ aufzubauen.